Tag 1 – Aufbruch Richtung Belgien (08.05.2026)
Nach Feierabend starteten wir mit unserem Campervan endlich in Richtung Irland-Abenteuer. Der erste Stopp führte uns durch Luxemburg – perfekt zum günstigen Tanken und Getränkevorräte auffüllen. Anschließend ging es weiter nach Belgien zu unserem ersten Übernachtungsplatz am „Parking Motorhome de Bouillon“, direkt am Fuße der imposanten Burg von Bouillon.
Die mittelalterliche Festung zählt zu den bekanntesten Burgen Belgiens und thront spektakulär über der kleinen Stadt. Leider zeigte sich das Wetter am nächsten Morgen nicht von seiner fotogenen Seite: dichter Nebel verhüllte die Burg komplett. Trotzdem war der Stellplatz mit seiner besonderen Atmosphäre ein gelungener Start unserer Reise.
Tag 2 – Erste Eindrücke der Normandie (09.05.2026)
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Normandie – rund 450 Kilometer lagen vor uns. Eigentlich stand Étretat mit seinen berühmten weißen Kreidefelsen auf unserem Plan. Doch manchmal schreibt eine Reise ihre eigenen Geschichten: Voll belegte Parkplätze, Höhenbeschränkungen und ausgebuchte Stellplätze machten uns schnell klar, dass wir umplanen mussten.
Also ging es spontan weiter nach Le Havre. Dort genossen wir entspannte Spaziergänge am Meer und rund um den Leuchtturm, bevor wir unsere Fahrt entlang der Küste fortsetzten. Unser Übernachtungsplatz in Arromanches-les-Bains lag traumhaft direkt an den Klippen.
Bei einem Strandspaziergang erkundeten wir die geschichtsträchtige Küste der Normandie. Besonders beeindruckend waren die Überreste des künstlichen Mulberry-Hafens aus dem Zweiten Weltkrieg, der nach der Landung der Alliierten errichtet wurde. Am Abend wurden wir dann noch mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt – einer dieser Momente, die man auf Reisen nie vergisst.
Le Havre
Arromanches-les-Bains
Tag 3 – Geschichte der Normandie & Fähre nach Irland (10.05.2026)
Bevor am Nachmittag die Fähre von Cherbourg nach Dublin ablegte, nutzten wir den Tag noch für einige eindrucksvolle Orte der Geschichte. Zunächst besuchten wir die deutschen Bunkeranlagen von Longues-sur-Mer. Die gut erhaltenen Geschützstellungen geben noch heute einen bedrückenden Eindruck davon, welche Bedeutung die Normandie im Zweiten Weltkrieg hatte.
Danach ging es weiter zum berühmten Omaha Beach. Der weitläufige Strand wirkt heute friedlich – kaum vorstellbar, welche dramatischen Ereignisse sich hier am D-Day abgespielt haben. Besonders bewegend war anschließend der Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs oberhalb der Küste.
Ein echtes Highlight des Tages war das Overlord Museum – absolut sehenswert und eine klare Empfehlung für alle, die sich für Geschichte interessieren. Zahlreiche Fahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und persönliche Geschichten machen die Ereignisse von damals sehr greifbar.
Am Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Weg nach Cherbourg. Pünktlich um 16:30 Uhr hieß es dann: Leinen los Richtung Irland.
Bunkeranlagen von Longues-sur-Mer
Omaha Beach
Overlord Museum
Amerikanischer Soldatenfriedhof
Tag 4 – Willkommen in Irland (11.05.2026)
Nach einer nicht immer ganz ruhigen Überfahrt erreichten wir gegen 11:30 Uhr Ortszeit endlich Irland. Eine Stunde Zeitunterschied und vor allem der Linksverkehr sorgten zunächst für etwas Eingewöhnung – aber schon nach kurzer Zeit fühlte sich das Fahren überraschend entspannt an.
Unsere ersten Ziele in Irland waren direkt zwei Whiskey-Destillerien. Zuerst besuchten wir die traditionsreiche Kilbeggan Distillery – die älteste lizenzierte Whiskey-Destillerie Irlands. Das historische Gelände und die liebevoll erhaltenen Anlagen vermitteln jede Menge Charme und Geschichte. Für uns eine absolute Empfehlung.
Im Anschluss ging es weiter zur modernen Tullamore D.E.W. Distillery. Hier zeigte sich der komplette Kontrast: moderne Architektur, große Produktionsanlagen und ein sehr zeitgemäßes Besuchererlebnis. Spannend zu sehen, wie unterschiedlich irischer Whiskey präsentiert werden kann.
Den Tag ließen wir schließlich entspannt an unserem ersten Übernachtungsplatz in Irland ausklingen – direkt am River Shannon im kleinen Ort Shannonbridge. Ein ruhiger Platz am Wasser und der perfekte Abschluss unseres ersten Tages auf der grünen Insel.
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